Beiderseitigkeit leben!

Seit einiger Zeit erleben viele, vor allem jüngere Menschen, dass irgend etwas mit dem gegenwärtigen Schulsystem nicht mehr zeitgemäß ist. Es befindet sich sozusagen in alten, abgetragenen Kleidern.

Dies zeigt sich an verschiedenen Erscheinungen wie zum Beispiel,

  • dass mehr und mehr Kinder und Jugendliche offen oder latent die Schule verweigern

  • dass viele Kinder mit psychosomatischen Krankheiten auf ihre schulische Situation reagieren

  • dass viele Lehrer*innen und auch Eltern im BurnOut landen

  • dass oft auf beiden Seiten, bei Erwachsenen wie bei Kindern das Erlebnis entsteht, dass man in zwei völlig verschiedenen Welten lebt und mit der jeweils anderen Seite nicht richtig in Kontakt kommt

  • dass durch die zunehmende Individualisierung und Interkulturalität ganz neue Umgehensweisen im Miteinander abverlangt werden

Uns scheint, dass das Problem einen Umfang angenommen hat, der es uns nicht erlaubt einfach untätig daneben zu stehen und zuzuschauen. Denn selbst in der heutigen Hochschullandschaft ist es oft nur begrenzt bis gar nicht möglich, sich mit den oben beschriebenen Problematiken unserer Zeit individuell und in einer ausreichenden Intensität zu beschäftigen. Was also tun!?

Vielen Erwachsenen ist es inzwischen klar, was für eine große Bedeutung dem Zusammenklang von Erziehung und Selbsterziehung innewohnt. Nicht mehr der alte auf Autorität bauende Glaube, das Kind müsse konditioniert werden, trägt, sondern je mehr es dem Erwachsenen gelingt, den Zusammenklang von innerer Einstellung und äußerem Handeln durch Arbeit an sich selbst zu verstärken, desto mehr kann sich dem Kind auf eine selbstbewusste, achtsame und dem Kind entsprechende Weise zugewannt werden. Das bedeutet aber: Was das Kind vom Erwachsenen lernen soll, muss dieser sich erst aus eigener Kraft, durch Selbsterziehung, errungen haben.

Wenn wir also beginnen, die äußeren Formen durch eine innere Entwicklung zu begleiten, wird es uns möglich werden nicht immer wieder in unpassende Strukturen und Verhältnisse hinein zu rutschen. Dazu gehören etwa, dass wir eine innere Haltung entwickeln, aus der heraus wir Kinder nicht mehr zurecht biegen wollen durch Drohen, Machtausüben, Bestrafung, Beschuldigungen und so weiter. Und, dass wir eine überzeugende Antwort auf die Frage finden, was heutzutage eigentlich sinnvoll ist zu lernen, um in einem (5G-) Zeitalter von weltweit vernetzter Kommunikation und Artificial Intelligenz als Menschen ein sinnvolles und sinnerfülltes Leben leben zu können.

Aus diesem Grund kam uns die Idee der BEWEGTEN WOCHENENDEN, in deren Rahmen wir unser bis jetzt gesammeltes Erfahrungswissen Menschen zur Verfügung stellen möchten. Wir erhoffen uns, Menschen dabei helfen zu können, in dem anzukommen, was sie selbst als eine sinnvolle Pädagogik empfinden um dort heraus den Kindern von heute zu ermöglichen ihr eigenes Potential zu entfalten.

Wir selbst gehen davon aus, dass….

  • …jeder Mensch in jedem Moment seines Lebens das Bestmögliche tut.
  • …wir das bestmögliche Entwicklungsfeld kreieren für die Kinder dadurch, dass wir uns selbst entwickeln.
  • … Konflikte nicht zwischen Menschen, sondern immer in einzelnen Menschen sind.
  • … jeder Mensch die volle Kapazität hat, seine eigenen Konflikte zu lösen.